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Schalke verliert das letzte Saisonspiel in Fürth mit 0:2.

34. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth – S04 2:0

War es der »passende letzte Eindruck« zur schwachen Saison oder dem Aufstellen der »Zweiten Reihe« geschuldet? Wie bewertest Du dieses Spiel? Was bleibt Deiner Ansicht nach aus dieser Saison?

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6 Comments

  • Pixelhead sagt:

    Was bleibt ist das Gefühl, dass eine Vollkatastrophe gerade so verhindert werden konnte. Ein doch eigentlich recht unerfahrener Trainer (Trainer seit 2017, nicht bei großen Vereinen) hat eine brutale, komplizierte und für ihn fremde Umgebung gemeister und hat das erreicht, wofür er geholt wurde. Dafür habe ich großen Respekt. Gerne weiter mit ihm. S04 muss unbedingt weiter an eigene Jugend glauben und arbeiten.

  • Nils sagt:

    Ich denke, dass es eher der „passende letzte Eindruck“ in einem glücklicherweise bedeutungslosen Spiel war. Die Tatsache, dass es am Ende um nichts mehr ging, war das einzig Positive an diesem Saisonabschluss. Dies wurde geschafft, weil man sich in den letzten Wochen vor allem defensiv stabilisieren konnte und gar eine kleine Serie ohne Niederlage hingelegt hat. Wer dabei von mehr geträumt hat, wurde rechtzeitig von einer Mannschaft eingeholt, die nicht gefestigt genug ist, ein paar Ausfälle zu kompensieren. Das Spiel hat auch gezeigt, wieso der ein oder andere aus der heutigen Startelf lange Zeit unberücksichtigt blieb. Am Ende war dieser Kader entgegen vielen Expertenmeinungen bei Weitem nicht gut und ausgewogen genug, um eine bessere Rolle oder gar um den Aufstieg zu spielen, das hat diese Saison eindrücklich gezeigt.

    Allerdings hat man in dieser Saison auch gesehen, auf wen man bauen kann und sollte. Es wird diesen Sommer auf den x-ten Umbruch hinauslaufen, aber man hat gegenüber einem Schröder zum Beispiel trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage den Vorteil die schwierige Aufbauarbeit um eine Achse aus erprobten Spielern wie Mueller, Kalas, Seguin, inzwischen auch Schallenberg, Murkhin und Karaman anzugehen.

    Die Installierung einer in der Vergangenheit erfolgreich agierenden Scoutingabteilung macht Hoffnung, wird aber kurzfristig nicht alle unsere Probleme lösen. Dass man auf Führungsebene zusammen mit einem Trainer, der andernorts schon bewiesen hat, eine Mannschaft zu formen und der unsere Mannschaft nun sehr genau kennengerlernt hat weitermacht die Weichen stellt, wirkt erfolgsversprechender als so manch ein Himmelfahrtskommandos in der Vergangenheit. So hat Karel im Winter verständlicherweise im Winter zwei Spieler gefordert: einen Rechtsverteidiger, der die Schiene kann, und einen dribbelstarken offensiven Mittelfeldspieler. Man kann verstehen, wieso er das wollte. Uns fehlte offensiv – wie erwartet – neben Karaman ein Unterschiedspieler. Leider konnte Brunner nicht das abrufen, was er in der vorigen Saison zeigte, und leider hat Karel mit Soppy und Churlinov zwei Spieler im Aufbautraining bekommen, die ihm nicht boten, was er brauchte. Trotzdem konnte er die Mannschaft im Laufe der Rückrunde stabilisieren, das ist ihm hoch anzurechnen. Ich denke, dass ein Innenverteidiger ebenso gutgetan hätte, aber hoffe, dass man diese wichtige Position in diesem Sommer richtig angeht.

    Karel ist variabel und hält nicht dogmatisch an etwas fest (woran beispielsweise Tim Walter in Hamburg scheiterte). Mir gefällt, dass er intern und extern sehr klar kommuniziert und ich hoffe, dass er sich mit zusammen mit Ben Manga und Marc Willmots, der den Beweis seiner Tauglichkeit noch erbringen muss, hinsetzt und darüber spricht, was es braucht, um deutlich besseren Fussball zu spielen. Was mich bei alledem neben der finanziellen Situation etwas verhalten stimmt, ist, dass Karel der Mannschaft noch immer kein Konzept mit Ball vermittelt hat. Der Abstiegskampf erlaubt zwar keine Experimente aber ein paar neue Ideen, wie man ins letzte Drittel kommen und hinten heraus spielen will hätten es schon sein dürfen. Ich würde gerne nach vielen Jahren eine Schalker Mannschaft sehen, wo so etwas zu erkennen ist.

    Ich habe Lust hat auf offensiven Fußball und glaube auch, dass solche Mannschaften in der zweiten Liga besser zurechtkommen, siehe Kiel und St. Pauli und das trotz geringerem Budget. Gerade mit Hinblick darauf, dass wir ob der finanziellen Möglichkeiten auch mit der besten Scoutingabteilung der Welt keinen 30-Tore-Stürmer a la Simon Terodde wie im Sommer 2021 irgendwo herholen könnten. (Auch wenn Keke sich in den letzten Spielen stark verbessert hat, kann man ihm solch eine Rolle nicht aufbürden). Wir werden uns nicht auf die individuelle Qualität der Einzelspieler verlassen können, um wieder hochzukommen, halte ich es für wichtig, in die Spielweise zu „investieren“. Jüngste Aussagen von Ben Manga und Co. machen im Hinblick darauf Hoffnung, mit der es auch beim x+1ten Neuanfang weiter geht. Ich bin gespannt.

  • Nils sagt:

    Ich denke, dass es eher der „passende letzte Eindruck“ in einem glücklicherweise bedeutungslosen Spiel war. Die Tatsache, dass es am Ende um nichts mehr ging, war das einzig Positive an diesem Saisonabschluss. Dies wurde geschafft, weil man sich in den letzten Wochen vor allem defensiv stabilisieren konnte und gar eine kleine Serie ohne Niederlage hingelegt hat. Wer dabei von mehr geträumt hat, wurde rechtzeitig von einer Mannschaft eingeholt, die nicht gefestigt genug ist, ein paar Ausfälle zu kompensieren. Das Spiel hat auch gezeigt, wieso der ein oder andere aus der heutigen Startelf lange Zeit unberücksichtigt blieb. Am Ende war dieser Kader entgegen vieler Expertenmeinungen bei Weitem nicht gut und ausgewogen genug, um eine bessere Rolle oder gar um den Aufstieg zu spielen. Das hat diese Saison eindrücklich gezeigt.

    Allerdings hat man in dieser Saison auch gesehen, auf wen man bauen kann und sollte. Es wird diesen Sommer auf den x-ten Umbruch hinauslaufen, aber man hat gegenüber einem Schröder zum Beispiel trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage den Vorteil, die schwierige Aufbauarbeit um eine Achse aus erprobten Spielern wie Müller, Kalas, Seguin, inzwischen auch Schallenberg, Murkhin und Karaman anzugehen. Wenn man es zudem schafft, dass sowohl Keke Topp als auch den in den schönsten Momenten in dieser Saison unwiderstehlichen Assan Ouédraogo, ihre nächsten Schritte auf Schalke machen, ist viel gewonnen.

    Die Installierung einer in der Vergangenheit erfolgreich agierenden Scoutingabteilung macht Hoffnung, wird aber kurzfristig nicht alle unsere Probleme lösen. Dass man auf Führungsebene zusammen mit einem Trainer, der andernorts schon bewiesen hat, eine Mannschaft zu formen und der unsere Mannschaft nun sehr genau kennengelernt hat, weitermacht und die Weichen stellt, wirkt erfolgsversprechender als so manch ein Himmelfahrtskommando in der Vergangenheit. So hat Karel im Winter verständlicherweise zwei Spieler gefordert: einen Rechtsverteidiger, der die Schiene kann, und einen dribbelstarken offensiven Mittelfeldspieler. Man kann verstehen, wieso er das wollte. Uns fehlte offensiv – wie erwartet – neben Karaman ein Unterschiedsspieler. Leider konnte Brunner nicht das abrufen, was er in der vorigen Saison zeigte, und leider hat Karel mit Soppy und Churlinov zwei Spieler im Aufbautraining bekommen, die ihm nicht boten, was er brauchte. Trotzdem konnte er die Mannschaft im Laufe der Rückrunde stabilisieren, das ist ihm hoch anzurechnen. Ich denke, dass ein Innenverteidiger ebenso gutgetan hätte, aber hoffe, dass man diese wichtige Position in diesem Sommer richtig angeht.

    Karel ist variabel und hält nicht dogmatisch an etwas fest (woran beispielsweise Tim Walter in Hamburg scheiterte). Mir gefällt, dass er intern und extern sehr klar kommuniziert, und ich hoffe, dass er sich zusammen mit Ben Manga und Marc Wilmots, der den Beweis seiner Tauglichkeit noch erbringen muss, hinsetzt und darüber spricht, was es braucht, um deutlich besseren Fußball zu spielen. Was mich bei alledem neben der finanziellen Situation etwas verhalten stimmt, ist, dass Karel der Mannschaft noch immer kein Konzept mit Ball vermittelt hat. Der Abstiegskampf erlaubt zwar keine Experimente, aber ein paar neue Ideen, wie man ins letzte Drittel kommen und hinten heraus spielen will, hätten es schon sein dürfen. Ich würde gerne nach vielen Jahren eine Schalker Mannschaft sehen, wo so etwas zu erkennen ist.

    Ich habe Lust auf offensiven Fußball und glaube auch, dass Mannschaften die es so angehen in der zweiten Liga besser zurechtkommen, siehe Kiel und St. Pauli, und das trotz geringerem Budget. Gerade mit Hinblick darauf, dass wir ob der finanziellen Möglichkeiten auch mit der besten Scoutingabteilung der Welt keinen 30-Tore-Stürmer à la Simon Terodde wie im Sommer 2021 irgendwo herholen könnten, hoffe ich auf eine bessere Spielanlage. (Auch wenn Keke sich in den letzten Spielen stark verbessert hat, kann man ihm solch eine Rolle nicht aufbürden). Wir werden uns nicht auf die individuelle Qualität der Einzelspieler verlassen können, um wieder hochzukommen, deshalb halte ich es für wichtig, in die Spielweise zu „investieren“. Ich glaube auch, dass ich nicht nur für mich spreche, wenn ich sage, dass man es einer Mannschaft, die so auftritt auch eher verzeiht, Spiele zu verlieren oder (den ohnehin eher unwahrscheinlichen) Aufstieg zu verpassen. Jüngste Aussagen von Ben Manga und Co. machen im Hinblick darauf Hoffnung, mit der es auch beim x+1ten Neuanfang weitergeht. Ich bin gespannt.

  • Ney sagt:

    Man wusste halt nicht wie es kommen würde.

    Und man weiß jetzt wieder nicht wie es kommen wird.

    Die klugen Kommentare von Herrn Wieland fehlen mir allerdings.

  • joha sagt:

    Von dieser Saison bleibt: der FC Schalke 04 befindet sich weiterhin im Niedergang, auch wenn der Totalschaden vorerst verhindert werden konnte.

    Was Geraerts betrifft: Er hat die Mannschaft halbwegs stabilisiert, ohne wirklich ein ansprechend organisiertes Offensivspiel etablieren zu können. Es war nicht sein Kader und er hat die zwischenmenschlichen Angelegenheiten zumindest so gelöst, dass der Abstieg vorzeitig verhindert werden konnte (wie seine Bilanz aus interner Sicht aussieht, ist eine andere Sache).
    In Sachen Ein- und Aufstellung der Mannschaft, nicht selten auch In-Game-Umstellungen, fand ich Geraerts häufig nicht überzeugend. Zumindest nicht so konstant, wie ich erhofft hatte. Er hat als Trainer aber sichtbar mehr Potenzial als viele andere, die hier in den vergangenen Jahren werkeln durften.

    Unterm Strich: Der Verein geht ein großes Risiko, mit ihm in die nächste Saison zu gehen, zumal, wenn jetzt Personalplanung für 3-5-2 betrieben wird. Das Risiko wäre aber bei jedem anderen Trainer, der sich Schalke noch antun würde, ebenfalls groß. Immerhin kennt Geraerts jetzt das Umfeld.

    Viel wird natürlich vom Transferfenster abhängen, aber auch von den nach außen kommunizierten Saisonzielen für 24/25. Die würde ich nämlich nicht zu hoch ansetzen.

  • Simon sagt:

    Von der Saison bleibt aus meiner Sicht unter anderem, dass nun wohl für alle klar sein sollte, wie schwer es dann tatsächlich doch ist, als Absteiger wieder direkt in die 1. Liga zurückkehren. Ich muss zugeben, dass ich vor der Saison auch zu denjenigen gehörte, die die Stärke unseres Kaders über- und den Schwierigkeitsgrad der 2. Liga unterschätzt habe. Das sollte nun niemandem mehr passieren. Eine direkt aus dem folgende Erkenntnis besteht wohl darin, dass eine ganze Reihe von Spielern letztlich nicht so gut sind, dass man mit ihnen in den nächsten 1-2 Jahren den Wiederaufstieg packen wird. Wie Nils schon geschrieben hat, braucht es keinen kompletten Umbruch, sondern es sind einige gute bis sehr gute Leute da, um die herum eine neue Mannschaft entstehen kann. Aber um diesen mittleren Umbruch anzugehen, müssen logischerweise einige Spieler den Verein verlassen, die das vielleicht selbst nicht vorhatten – diese Maßnahmen haben ja offenbar schon in den letzten Tagen begonnen. Anscheinend nicht immer im besten Stil, aber wenn wir Veränderungen wollen (und so kann es ja einfach auch nicht weitergehen), dann können halt auch nicht alle Spieler bleiben, deren Gesichter einem irgendwie vertraut geworden sind.

    Dass weiterhin an Karel Geraerts festgehalten wird, empfinde ich als unbedingt richtige Entscheidung. Als recht unerfahrerer Trainer hat er es in einer wirklich schwierigen Situation im Herbst und Winter mit einem Kader, der nicht der seine war, geschafft, eine gewisse Stabilität reinzubekommen. Klar – die meist immer noch grausamen Auswärtsauftritte und auch viel wenig Ansehnliches in den Heimspielen habe auch ich gesehen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass das vermutlich der potentiell beste Trainer der letzten Jahre hier auf Schalke ist. So bin ich sehr gespannt darauf, was er mit einer kompletten Vorbereitung dann anfangen kann.

    Ansonsten: Eigentlich ist es bei mir so (wie wahrscheinlich den meisten von uns), dass ich mich selbst nach den schlimmsten Spielen nach spätestens 1-2 Tagen wieder auf das nächste Spiel freue (vielleicht nicht immer direkt freue, aber schon gespannt dorthin schaue) . Nach dieser Saison bin ich gerade ehrlich gesagt allerdings auch ganz froh über die Sommerpause; werde mir entspannt ein paar Finalspiele und sicher auch einige bei der EM ansehen – und dann mal gucken, wie der neue Kader so ausschaut und mich auf den ersten Spieltag freuen. Zu den Saisonzielen: Ja, richtig. Da würde ich nun auch nicht direkt wieder den Aufstieg ansetzen, sondern so etwas wie oberes Drittel oder so.

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